Arbeiten mit Absturzgefahr

Die Bedeutung von Rettungsmaßnahmen wurde in den eher extremen Bereichen von Höhenarbeiten schon immer akzeptiert und sehr ernst genommen. Beispiele hierfür sind seilunterstützte Arbeitsverfahren der Industriekletterer.

Gesetzliche Grundlagen sowie ergänzende berufgenossenschaftliche Regelwerke bilden bereits seit Jahren die notwendige Basis für Arbeiten in absturzgefährdeten Bereichen.

Obwohl diese Vorschriften in sich keine großen Überraschungen mehr beherbergen, beleuchten Sie jedoch gewisse Schwerpunkte, welche fälschlicherweise allzu oft als nicht sonderlich wichtig erachtet werden.


Zwei Beispiele hierfür sind Rettungsmaßnahmen sowie Unterweisung und Training.

Die Bedeutung von Rettungsmaßnahmen wurde in den eher extremen Bereichen von Höhenarbeiten schon immer akzeptiert und sehr ernst genommen. Beispiele hierfür sind seilunterstützte Arbeitsverfahren der Industriekletterer, welche die Themen gesicherter Zugang, Rückzug und Rettung auf eine Ebene stellen, bzw. in Bereichen, in denen gilt: Gehe niemals dahin, von wo du nicht wieder zurückkehren kannst!


 

Das Hauptproblem besteht jedoch darin, den Mitarbeitern mit „alltäglicher“ und „grundsätzlicher“ Absturzgefahr zu vermitteln, dass die Folgen eines Absturzes bei ihnen ebenso schwerwiegend enden können und eine Rettung nicht als selbstverständlich angesehen werden kann. Viele Unternehmen verlassen sich leider allzu sehr auf die Rettungskräfte, ohne zu prüfen, ob diese überhaupt über die notwendige Leistungsfähigkeit verfügen.


 

Der Kauf eines Produktes zum Retten ist nicht die Lösung des Problems. Obwohl das Vorhalten von Rettungsgeräten auf Basis der Gefährdungsermittlung/Rettungsplan vorgeschrieben ist, wird es ohne angemessene Trainings lediglich von geringem Nutzen sein. Die Notwendigkeit von Unterweisungen und speziellen Trainings kann daher nicht übertrieben werden! Es muss allerdings auch ein verstärktes Bewusstsein dafür entwickelt werden, Gefährdungen bereits im Anfangsstadium zu vermeiden. Zudem muss die Arbeitsplanung gemäß den Rangfolgen an Schutzmaßnahmen (technisch, organisatorisch, persönlich) stetig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Anstatt Rettungsgeräte einfach nur zu kaufen, sollte die notwendige Qualifikation vorhanden sein, eine effiziente und einfache Rettungslösung selbstständig zu erarbeiten.

Unterweisungen und Trainings sind daher nicht nur wichtig, wenn es um den speziellen Bereich der Rettung geht. Von geeigneten Lehrgängen profitieren sämtliche Mitarbeiter, welche mit Absturzsicherung zu tun haben, angefangen vom Einkäufer bis zum Anwender. Hier reicht es zum Beispiel nicht aus, dem Anwender nur zu erklären, wie er seinen Auffanggurt ordnungsgemäß anzulegen hat.

Häufig besitzen nicht alle Beteiligten die notwendigen Kenntnisse, um ihrer individuellen Verantwortung gerecht zu werden. Gerne wird der Schwerpunkt auf komplexe und technische Kurse gelegt, während die „Einsteigerlehrgänge“ für jedermann vernachlässigt bzw. lediglich halbherzig ausgelegt werden.

Sascha Busch, Experte für Höhensicherungstechnik bei der Evers GmbH in Oberhausen, rät dringend, bei der Auswahl von Trainingsmaßnahmen und Rettungsgeräten folgende Punkte zu beachten:

  • Trainings und Produkte müssen den jeweiligen Bedürfnissen angepasst sein. So wenig man mit einem Lehrgang das gesamte Wissen der Höhensicherung vermitteln kann, so wenig existiert ein Rettungsgerät, welches in jeder Situation eingesetzt werden kann.

     
  • Der Lieferant muss umfassend über das Produkt oder die Schulung informieren. Wenn nicht, wie soll man eine sichere Entscheidung treffen? Lehrpläne, Anwendungsvideos oder Referenzen können die Entscheidung erleichtern.

     
  • Vor- und Nachteile sollten mit den Beteiligten diskutiert und abgewogen werden. Wenn möglich, sollte die Entscheidung gemeinsam getroffen werden.

     

Es ist wichtig, eine auf die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse „maßgeschneiderte“ Lösung zu erhalten, damit ein „Reinfall“ nicht zum Ernstfall wird.

Die Evers GmbH (www.eversgmbh.de) bietet ein umfangreiches Sortiment an Produkten für die Absturzsicherung der Marke SpanSet sowie ein modulares Seminarprogramm, das so konzipiert ist, dass die Teilnehmer alle Informationen erhalten, die notwendig sind, um sicher und effizient in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten zu können. Die Seminarinhalte werden theoretisch sowie je nach Modul auch praktisch am sieben Meter hohen Kletterturm im Trainingszentrum Oberhausen vermittelt. Besonders effizient sind die speziellen Inhouse-Trainings beim Kunden vor Ort, bei denen die Dozenten ein auf die individuellen Arbeitsschwerpunkte zugeschnittenes Trainingskonzept entwickeln.
 

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