Neues Seminarprogramm

Ladungssicherungs-Seminar im Schwerlast- und Großraumtransport bei Spedition Timmerhaus in Oberhausen.

Ist Geiz geil? Infolge eines falsch verstandenen Zwangs zur Kosteneinsparung entstehen Jahr für Jahr hohe Produkt- und Transportschäden sowie zahlreiche Unfälle, teilweise mit erheblichen Personenschäden. Dabei sind sich die Experten einig: Nicht falsche oder ablegereife Werkzeuge und Sicherungshilfsmittel sind die Ursache der meisten Schäden und Unfälle, sondern das fehlende Know-how der Anwender.

Genau hier setzt die Evers GmbH aus Oberhausen an. Als Komplettanbieter in den Bereichen Heben, Sichern, Fördern und Verpacken verfügt Evers nicht nur über ein umfangreiches Produktsortiment, sondern vermittelt auch das dazugehörende Know-how. Im Vordergrund des neuen, umfangreichen Seminarkonzeptes stehen die neuesten Regeln zur sicheren Anwendung der meist vorhandenen Arbeits- und Sicherungsmittel. Die Seminarinhalte basieren auf alltäglichen Tätigkeiten und sind so eine praxisorientierte Hilfestellung. Besonders effizient sind die speziellen Inhouse-Seminare, die Evers bei den Anwendern vor Ort durchführt. Hier erarbeiten die Dozenten zusammen mit den Anwendern genau auf die spezifische Aufgabenstellung maßgeschneiderte Lösungen. Theoretisch Erlerntes wird während des Seminares sofort am realen Produkt angewendet. Das komplette Seminarprogramm kann unter www.eversgmbh.de abgerufen bzw. in Printform angefordert werden.

Ladungssicherung im Focus
Schlecht gesicherte Ladung verursacht auf Deutschlands Autobahnen jährlich Schäden in Millionenhöhe. Hauptursachen hierfür sind u.a. starker Termindruck und hohes Verkehrsaufkommen, aber auch eine gewisse Oberflächlichkeit der beteiligten Personen bezüglich der Ladungssicherung. Noch immer begegnet man der fälschlichen Annahme, dass eine schwere Ladung allein durch ihr eigenes Gewicht gesichert sei. Diese fatale Fehleinschätzung sorgt jährlich für immense Personen- und Sachschäden und beschäftigt Versicherungen und Gerichte gleichermaßen. Fakt ist: Bereits kleinste Brems- oder Ausweichmanöver entwickeln gewaltige Kräfte. Gerade bei Schwertransporten haben ungeplante Fahrmanöver oft gravierende Folgen.

Praxisseminar vor Ort bei der Spedition Timmerhaus in Oberhausen
Die Oberhausenser Spedition Timmerhaus Transporte und Containerdienst GmbH (www.timmerhaus-spedition.de) verfügt über einen umfangreichen, modernen Fuhrpark mit unterschiedlichen Spezialfahrzeugen in Überlänge und –breite. Das Unternehmen ist tätig im nationalen und internationalen Fernverkehr und darüber hinaus Spezialist für große, schwere und knifflige Transportaufgaben.

Auf der Suche nach dem „richtigen“ Ladungssicherungs-Seminar wandte sich die Oberhausener Spedition Timmerhaus an die Evers GmbH. Disponenten und Fahrer sollten im Bereich Schwerlast- und Großraumtransport und der dazugehörenden Ladungssicherung vor Ort auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Praxisorientierte Inhouse-Seminare haben den Vorteil, dass sie auf den entsprechenden Schwerpunktbereich zugeschnitten sind. Einem Schwertransportfahrer oder –versender ist ein Praxisseminar mit Schwerpunkten wie Getränke- oder Papiertransport wenig nützlich. Im Vorfeld des eintägigen Fachseminares stimmte Christoph Bergforth, Geschäftsführer der Evers GmbH und seit 1993 Dozent für Anwenderseminare, die Aspekte der Qualitätssicherung, die Zielsetzung des Seminares, den Seminarinhalt sowie den Tagesablauf genau mit der Spedition Timmerhaus ab.

Seminarablauf

Qualitätssicherung:
Qualitätssicherung zahlt sich aus. Was für den normalen Speditionsbereich zutrifft, hat gerade im Schwer- und Großraumtransport Gültigkeit. Durch gut ausgebildete und ausgestattete Fahrer, im Vorfeld der Transporte explizit geplante und ausgearbeitete Transportabläufe, auftragsgemäß angepasste und ausgerüstete Transportfahrzeuge, Nachweise der berechneten und geprüften Ladungssicherung vor Ort und einem standardisierten Abfahrtscheck durch den Fahrer vor Transportbeginn werden Kosten gespart, Ärger vermieden und die Sicherheit erhöht.

Zielsetzung:
Die Seminarteilnehmer erlernen den sach- und fachgerechten Umgang mit Zurrmitteln und die Berechnung der nötigen Zurrkräfte. Darüber hinaus werden die Voraussetzungen zur Auswahl auftragsgemäß angepasster und ausgerüsteter Transportfahrzeuge vermittelt. Angesichts unbeschädigter Güter und ausbleibender Personen- und Sachschäden auf dem Transportwerg, Vermeidung unnötiger Diskussionen mit Kontrollbehörden (da die Dokumente ja vollständig vorliegen und die ordnungsgemäße Ladungssicherung nachgewiesen ist), Vermeidung von Bußgeldern, Verbesserung des Zeitmanagements und Verkürzung von Standzeiten rechnen sich einmal mehr die Investitionen in Ladungssicherung und Schulung und tragen zu einer höheren Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bei.

Theoretischer Seminarteil:
Wesentlicher Bestandteil des theoretischen Seminarteils waren die erforderlichen Genehmigungen und deren Bedeutung im Schwerlast- und Großraumtransport, die Erstellung eines Lastverteilungsplans, Anforderungen an das Begleitfahrzeug, Belastbarkeit von Zurrpunkten und Fahrzeugaufbauten, gesetzliche und physikalische Grundlagen, Arten der Ladungssicherung, Berechnung der Kräfte, sachgerechte Anwendung und Materialauswahl sowie die Beurteilung der Ablegereife.

Praktischer Seminarteil:
Anschließend wurden die frisch erlernten theoretischen Kenntnisse direkt an unterschiedlichen Schwerlastfahrzeugen auf dem Speditionsgelände angewendet. Die Dozenten erarbeiteten gemeinsam mit den Seminarteilnehmern einfache und kostengünstige Methoden für eine effiziente Ladungssicherung im Schwerlastbereich. Zum Beispiel wurde durch das Anschlagen einer Zurrkette an einen Raupenbagger im „Doppel-U“ die Lashing Capacity von 8000 daN auf 16000 daN verdoppelt.

Die Spedition Timmhaus hat sich unter anderem auf den Transport von großen Baumaschinen spezialisiert. Hierbei tritt häufig folgendes Problem auf: Obwohl in der EG-Maschinenrichtlinie vorgeschrieben, fehlen an dem meisten Geräten geeignete Zurrpunkte, um die vorhandenen Sicherungsmittel anzubringen. In der Not wird improvisiert, die Zurrketten werden zum Beispiel in die Raupenketten der Bagger eingehängt. Das sieht man häufig auf deutschen Straßen. Mal abgesehen davon, dass mit dem von außen in der Raupenkette eingehängten Zurrhaken die in Genehmigung stehende maximale Breite des Zuges um die berühmten fünf Zentimeter überschritten wird, hält dieser Einhängepunkt extremen Belastungen nicht stand. Das beste Zurrmittel taugt nichts, wenn es nicht sachgemäß mit der Last verbunden werden kann. Im Rahmen des Praxisteils des Seminares erarbeiteten die Dozenten zusammen mit den Seminarteilnehmern folgende Alternativen:

 Das Umschlingen des Raupenkettenträgers mit einer Kranzkette: Dieses Kettenstück lässt sich durch die kleinste Bohrung schieben, ist bei der entsprechenden Tragfähigkeitsminderung von 20% scharfkantenfest und kann mittels einer Verkürzungsklaue zum endlosen Kranz geschlossen werden. In diesem Kranz wird die Zurrkette eingehängt.
 Mit den mittlerweise etablierten Kopflashings können auch schwere Baumaschinen effektiv nach vorne gesichert werden.

Zum Thema Lastverteilung diskutierten Dozenten und Seminarteilnehmer darüber, dass die oft formulierte Forderung, die Last an die Stirnwand bzw. den Schwanenhals des Tiefladers zu positionieren, um sie dort einfacher sichern zu können, eine richtige Lastverteilung auf dem Fahrzeug nahezu unmöglich macht. Was schon beim Standard-Curtainsider in der Regel zu einer Überladung der Antriebsachse an der Zugmaschine führt, hat beim Schwertransport noch extremere Auswirkungen. Eingehend wurde besprochen, dass Lastverteilung vor Ladungssicherung geht. Hat man die grundlegenden Kenntnisse erworben, lässt sich die richtige Lastverteilung anhand der bekannten, maximal zulässigen Achslasten von Zugmaschine und Gespann leicht berechnen.

Jeder Kursteilnehmer erhielt die Möglichkeit, durch alltägliche Beispiele den eigenen Kenntnisstand zu vertiefen und zu erweitern. Die Teilnehmer sicherten die Ladung selbst, um direkt eine fundierte Bewertung und zusätzliche Tipps durch den Dozenten zu erhalten. Gemeinsam erarbeiteten die Dozenten und Seminarteilnehmer eine Verfahrensanweisung zur Ladungssicherung, die Bestandteil des Qualitätsmanagement-Systems der Spedition Timmerhaus wurde. Wichtig war es, die Anweisung einfach, klar und verständlich zu formulieren, damit sie von allen Beteiligten akzeptiert wurde.

Abschlusstest:
Nach dem Praxisteil war jeder Seminarteilnehmer in der Lage, Großraum- und Schwertransporte ordnungsgemäß durchzuführen. Zur Vertiefung und Kontrolle des Erlernten folgte ein umfangreicher, schriftlicher Abschlusstest. Der Lernerfolg war enorm. Allen Beteiligten konnte der Befähigungsnachweis für die Ladungssicherung im Schwerlast- und Großraumtransport ausgehändigt werden.

Mit dem Thema Ladungssicherung muss man sich intensiv auseinandersetzen, praktisch anwenden, permanent Erfahrungen sammeln und die Erkenntnisse daraus stetig umsetzen. Seminare zum Thema Ladungssicherung garantieren keine Straf- oder Punktefreiheit. Aber sie beugen vor und schützen somit alle Beteiligten durch erworbenes Fachwissen. Eine Wiederholung des Seminars empfehlen die Dozenten nach ca. drei Jahren. Vergessenes wird aufgefrischt, und das Erlernen der neuesten Regeln und Erkenntnisse ist wichtig.

Da Ladungssicherung ein „haftungssensibles“ Thema ist, haben neue Lösungen und Erkenntnisse für eine effiziente Ladungssicherung eine große Bedeutung. Für die unterschiedlichsten Güter und Fahrzeuge werden permanent neue Systeme und Verfahren entwickelt. Realisiert man die rechtliche Seite, ist es ratsam, die Vorschriften und Regeln für die Ladungssicherung einzuhalten und im Zweifelsfall lieber etwas mehr als zu wenig zu tun.

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