Wenden eines 30t Gehäuseoberteiles um 180°

Wenden eines 30t Gehäuseoberteiles mit 2 Kranen um 180° an Durchgangsbohrungen des Bauteiles

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Ausgangssituation: Unser Kunde musste ein Gehäuseoberteil mit einem Gewicht von ca. 30t zur Bearbeitung um 180° Wenden. Problematisch waren hierbei die fehlenden passenden Anschlagmöglichkeiten am Bauteil. Die einzige Befestigungsmöglichkeit waren die rundum angebrachten Bohrungen, an denen im Regelfall Ober- und Unterteil des Gehäuses miteinander verschraubt werden. Herkömmliche Anschlagpunkte am Haupt- und Hilfshub schieden aus, da zumindest am Haupthub ab einem gewissen Punkt des Wendevorganges Beschlagteile der Anschlagpunkte unzulässig auf Biegung belastet werden würden. Bleibende Beschädigung der Anschlagmittel wären hier noch das kleinste Übel gewesen. Für den Wendevorgang standen zwei ausreichend dimensionierte Hubwerke zur Verfügung.

Lösung:

Haupthub: Das Gehäuse wurde am Haupthub mittels Ketten an den Durchgangsbohrungen angeschlagen. Hierfür wurde eine spezielle Kettenausführung gewählt. Der Kettenstrang wird über eine Kettenumlenkrolle geführt und kann mittels Verkürzungsklaue endlos gemacht werden.
Die Durchgangsbohrungen werden über dünne Gummimatten vor Beschädigungen des vergüteten Kettenstahles geschützt. Aus Stabilitätsgründen wird am Haupthub mit zweien dieser Kettensysteme angeschlagen. Theoretisch könnten so Lasten mit Gewichten von bis zu 64.000 kg gedreht werden.

Anschlag Haupthub vor dem Wendevorgang. Kette durch die Durchgangsbohrungen gezogen und über Klaue geschlossen. Anschlag Haupthub vor dem Wendevorgang. Empfindliche Stellen mit Gummi- oder Kantenschutzmatten zusätzlich geschützt.

Hilfshub: Der Hilfshub wird am Bauteil über Anschlagpunkte mit spezieller Gewindelänge und Mutter für Durchgangsbohrungen angeschlagen. Am Hilfshub ist das möglich, da der Hilfshub nach dem halben Wendevorgang um 90° komplett entlastet ist und die Aufhängebügel der Anschlagpunkte an den Bauteilkanten nicht auf Biegung belastet wird. Anschließend werden die Anschlagpunkte demontiert und der an der vorherigen Unterseite remontiert.

Wendevorgang: Das Bauteil wird am Haupt- und Hilfshub angeschlagen. Nach ordnungsgemäßen Anschlag wird das Gehäuseteil parallel am Hilfs- und Haupthub angehoben. Bei ausreichendem Abstand zum Hallenboden wird der Hilfshub langsam gesenkt, ggf. der Haupthub etwas angehoben und nach Bedarf der Abstand der Hubwerke verringert. Durch die Kettenumlenkrollen bleibt die Kette an den Durchgangsbohrungen sicher fixiert. Es gibt kein Springen der Kette über Kanten und keine Schläge im System, sowie Beschädigungen an der Last. Ab einem gewissen Punkt ist der Hilfshub komplett entlastet, das komplette Bauteilgewicht hängt am Haupthub. Nun wird der Hilfshub abgeschlagen und die Anschlagpunkte demontiert. Das Bauteil kann im Kran hängend durch den drehbar gelagerten Kranhaken 180° um die eigene Achse gedreht werden, sodass die vorherige Unterseite in Richtung des Hilfshubes zeigt. Die Anschlagpunkte werden an der ehemaligen Rückseite remontiert, der Hilfshub wieder angeschlagen. Nun kann durch das Heben des Hilbshubes und ggf. Senken des Hauphubes der Wendevorgang weiter fortgesetzt werden, bis das Gehäuseoberteil wieder komplett horizontal ist.

Ein besonderer Service bei diesem Projekt war, dass wir mit dem Kunden zusammen nicht nur das System ausgelegt haben, sondern auch die Erstinbetriebnahme inkl. Erstunterweisung der Anwender durchgeführt wurden. Die Anwendung wurde fotografiert und im Rahmen einer gesonderten Arbeitsanweisung für die Anwender dokumentiert.

Beim Wendevorgang wird der Hilfshub gesenkt bis dieser komplett entlastet ist. Die Anschlagpunkte werden auf die vorherige Unterseite montiert, der Hilbshub wieder angeschlagen und langsam gehoben.

Kundenvorteile:

  • Sicheres Wenden von Bauteilen ohne richtige Anschlagpunkte
  • Leichte Anwendung
  • Keine Beschädigungen an den Durchgangsbohrungen, welche nachbearbeitet werden müssen
  • Lastgewichte bis 64.000 kg möglich
  • Unterstützung bei der Formulierung einer Arbeitsanweisung für die Anwender

 

 

 

 

  Tragfähigkeit (kg): 20.000
Art.-Nr. Bezeichnung Kettennenndicke (lastseitig/mm) Alte Art.Nr.
110773002   VIP-Kettenblock VCB-16, WLL 20t 16 
  Tragfähigkeit (kg): 40.000
Art.-Nr. Bezeichnung Kettennenndicke (lastseitig/mm) Alte Art.Nr.
110773001   VIP-Kettenblock VCB-22, WLL 40t 22 

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