Grundlagen bei Arbeiten mit Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz

Grundlagen bei Arbeiten mit Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz

PSAgA-Sicherheitskreislauf

Auswahl der passenden Ausrüstung

Bevor PSA gegen Absturz verwendet werden kann, hat der Unternehmer eine arbeitsortspezifische Gefährdungsermittlung durchzuführen und zu dokumentieren. Gemäß den Rangfolgen an Schutzmaßnahmen wird zuerst geprüft, ob der Einsatz von kollektiven Schutzmitteln (Gerüste/Geländer/Seitenschutz …) möglich ist. Erst wenn diese Schutzmaßnahmen technisch nicht möglich bzw. unzweckmäßig verglichen mit der Arbeitsaufgabe sein sollten, muss auf den individuellen Schutz der PSA gegen Absturz zurückgegriffen werden.
Da Produkte in diesem Bereich jedoch erst durch ihren ordnungsgemäßen Gebrauch in Verbindung mit elementaren Grundlagenkenntnissen gegen tödliche Gefahren schützen können, sind Unterweisungen zwingend erforderlich und müssen mindestens einmal im Jahr stattfinden.

Ihr Evers-Dozenten-Team berät Sie gerne über adäquate Schulungen direkt bei Ihnen vor Ort oder in der Evers-Fachakademie in Oberhausen!

Rechtsgrundlagen für PSA

National

Europäisch

Arbeitsschutzgesetz Rahmenrichtlinie 89/391/EWG
PSA-Benutzerverordnung
sowie DGUV Vorschrift 1
(ehem. BGV-A1), DGUV Regel
112-198 (ehem. BGR 198),
DGUV Regel 112-199 (ehem.
BGR 199), DGUV Grundsatz
312–906 (ehem. BGG 906)
Benutzerrichtlinie 89/656/EWG
8. GPSGV Herstellerrichtlinie 89/686/EWG

 

Kategorien der Arbeit

Rückhaltesysteme

Als Rückhaltesysteme werden sämtliche Anschlag- bzw. Verbindungstechniken bezeichnet, die dem Anwender Bewegungsfreiheit ermöglichen, den Absturz jedoch ausschließen.

Halte-/Positionierungssysteme

Systeme dieser Kategorie halten den Anwender in einer bestimmten Halte-/Positionierungsposition und ermöglichen ein freihändiges Arbeiten. Es ist daher besonders wichtig, geeignete Ausrüstungsgegenstände sowie adäquate Schulungen auszuwählen. Des Weiteren wird für Arbeiten in dieser Kategorie ein zusätzliches Sicherungssystem benötigt.

Auffangsysteme

Auffangen mittels Auffangsystemen ist die einzige Kategorie, in der der Absturz überhaupt zugelassen wird. Es muss sichergestellt werden, dass ein freier, ausreichend hoher Fallweg eingehalten wird und die verwendeten Produkte überhaupt in der Lage sind, die auftretenden Fallkräfte, die auf den Körper wirken, zu absorbieren. Bei Arbeiten in dieser Kategorie müssen Sie zwingend einen Rettungsplan ausarbeiten und Rettungssysteme vorhalten (siehe DGUV Vorschrift 1 § 24 / § 25).

 

Prüfung und Instandsetzung

Sämtliche Materialien aus dem Bereich PSA gegen Absturz müssen vor jeder erneuten Benutzung durch den Anwender mittels Sichtprüfung auf ihren ordnungsgemäßen Zustand sowie auf einwandfreies Funktionieren überprüft werden. Darüber hinaus hat mindestens einmal jährlich eine Sachkunde-Prüfung der Materialen zu erfolgen.

Evers bietet für beide Punkte passende Unterweisungen!

  • Grundlagen-Unterweisungen, damit der Anwender in der Lage ist, seine PSAgA zu inspizieren, sowie
  • Sachkunde-Schulungen, damit u. a. die jährliche Prüfung durch betriebseigene Mitarbeiter übernommen werden kann

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Ihr Ansprechpartner

Sascha Busch

Tel.: (02 08) 99 475-42

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