Ambulantes Hospiz Oberhausen e.V.

Der Begriff Hospiz steht in erster Linie nicht für ein Gebäude oder eine Institution, sondern vielmehr für ein Konzept einer pflegerischen, psychosozialenFürsorge für Sterbende und ihre Angehörige. Hier ist das Wahren oder Schaffen von Lebensqualität oberstes Ziel. Die 85 engagierten, ehrenamtlichen Mitarbeiter des am 07. März 1997 gegründeten Ambulanten Hospiz Oberhausen e.V. finden mit großem Einfühlungsvermögen heraus, wo die jeweiligen Bedürfnisse der Sterbenden liegen. Bei der Arbeit geht es nicht um medizinische Versorgung, sondern um menschliche Nähe. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten über einen Zeitraum von 11 Monaten eine qualifizierte Einarbeitung und verfügen durch laufende Fortbildung über ein hohes Niveau. Die Qualifizierung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Schwerpunkt innerhalb der Hospizarbeit. Der Lions Club Oberhausen hilft hier mit großzügigen Spenden. Die Einsätze sind für die Betroffenen kostenlos. Das Ambulante Hospiz finanziert sich ausschließlich durch seineMitglieder und Spenden. 

„Zuhause möchte ich sterben“, antworten die meisten Menschen auf die Frage, wo sie die letzte Phase ihres Lebens verbringen möchten. Doch die Realität sieht anders aus. In Deutschland stirbt 2/3 der Bevölkerung in Krankenhäusern, ein weiteres Viertel in Alten- und Pflegeheimen. Nur wenigen wird der Wunsch erfüllt, zuhause zu sterben. Dabei kann Sterbenden in Krankenhäusern oft nicht die erforderliche Zuwendung geschenkt werden. Ärzte und Pflegepersonal sind oft überfordert. Durch Kostendruck und Personalabbau werden sich die Defizite in den nächsten Jahren drastisch verschärfen.

Letztlich ist die entscheidende Frage nicht, wo der Mensch stirbt, sondern wie er stirbt. Mit „Zuhause“ sind nicht nur die Räumlichkeiten, in denen man lebt, gemeint, sondern es symbolisiert Umsorgtsein, Geborgenheit und die Nähe vertrauter Menschen. Früher gehörte das Miterleben des Sterbens zu den existentiellen Erfahrungen, die Kinder zu Hause machen konnten. Diese direkte Auseinandersetzung fehlt heute vielen Menschen. Sterben, Tod und Trauer sind schwer zu ertragen in einer Gesellschaft, die auf Wachstum und Leistungsorientierung setzt. Mit der Verdrängung des Todes wird der Sterbende selbst an den Rand gedrängt, werden Angehörige in der Begleitung und schließlich in der Trauer allein gelassen. Aufgrund dieser gesellschaftspolitischen Realität entwickelten sich zahlreiche Hospizinitiativen, dessen Anliegen es ist, Menschen zu ermutigen, die Begrenzung des eigenen Lebens wahrzunehmen und sich damit auseinanderzusetzen. Sie möchten bewußt machen, daß Sterben und Tod eine Wirklichkeit ist, die zum Leben gehört. Durch intensive Begleitung sterbender Menschen und deren Angehörigen will sie erfahrbar machen, daß das Sterben Leben vor dem Tod ist.

Weitere Informationen unter www.hospiz-oberhausen.de.

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