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Maschinentransporte im Bereich der Offshore-Windenergie

Erneuerbare Energien vs. fossile Energieträger und Kernenergie

Offshore-Windparks bilden neben Solaranlagen, Wasser- und Biomassenkraftwerken einen zentralen Bestandteil in der europäischen Energie- und Klimapolitik. Sie machen rund 16 % der erneuerbaren Energien aus und sind damit die treibende Kraft der deutschen Energiewende. Das Ziel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist konkret und anspruchsvoll: Bis zum Jahr 2030 drehen sich die Windräder mit einer Gesamtleistung von 15 Gigawatt (GW) vor den Küsten Deutschlands. Bis dahin gilt es jedoch mehrere Hürden zu überwinden - der Einsatz lohnt sich: Durch die höheren Windgeschwindigkeiten auf hoher See kann in der gleichen Laufzeit mehr als doppelt so viel Energie gewonnen werden, als durch vergleichbare Anlagen an Land (Onshore). Die höheren Stromgestehungskosten der Offshore-Anlagen im Vergleich zu den Onshore-Anlagen sollen in den nächsten Jahrzehnten stark fallen und damit die derzeitigen Kostenunterschiede schrumpfen lassen.

Besondere Herausforderungen erfordern besondere Lösungen

Bereits in den ersten Projektphasen sind Verantwortliche und Investoren mit komplexen Aufgaben, Fragestellungen und Markteintrittsbarrieren konfrontiert. Die Auswahl eines geeigneten Basishafens für den Bau einer Windkraftanlage stellt eines der ersten Hindernisse bei der Planung eines Offshore-Projekts dar. Dieser muss für die entsprechende Montage der Einzelkomponenten wie Rotoren, Gondeln und Turbinen groß genug sein und das Rangieren des Installationsschiffs im Hafen zulassen. Da es an geeigneten Basishäfen mit geringen Entfernungen zu geplanten Windpark-Standorten mangelt, wird der Ausbau dieser Häfen zunehmend in Angriff genommen. Mit dem mittelfristigen Ziel, die elektrische Leistung der deutschen Windparks zu versechsfachen, können neue Anlagen nicht mehr in kurzer Streckenentfernung zur Küste (nearshore) gebaut werden, wie es in Skandinavien oder China der Fall ist. Vielmehr ist damit zu rechnen, dass durch den Mangel an geeigneten Offshore-Standorten in Zukunft Entfernungen ab 40 km notwendig sind. Deutsche Windanlagenprojekte sehen ohnehin einen Standort vor, der um die 30 km Küstenentfernung aufweist, da große Teile des Wattenmeeres in der Nordsee unter Naturschutz stehen und das Landschaftsbild an den Küsten von Nord- sowie Ostsee erhalten bleiben soll. Die große Entfernung und eine Wassertiefe von bis zu 40 m erschweren die Einrichtung der notwendigen Netzanschlüsse zur Energieübertragung und die Installations- sowie Wartungsarbeiten der Anlagen.

Gilt es Ihre schweren Anlagenkomponenten zu transportieren und für die notwendige Arbeitssicherheit bei der Installation zu sorgen? Hier kommen die Anwendungsexperten der Evers GmbH ins Spiel:  

Mit über 1.000 t Gesamtgewicht pro Anlage, Arbeiten in über 100 m Höhe und den rauen Bedingungen auf hoher See, stellt die Installation einer Windkraftanlage hohe Ansprüche an das gesamte Hebeequipment. Zum Vergleich: Ein Airbus A380 liegt mit einem Gewicht von 560 t noch weit unter dem einer einzigen Windkraftanlage, der Kölner Dom gibt mit seinen 157 m Bauhöhe eine gute Orientierung für die Offshore-Arbeiten in bis zu 125 m Höhe.

 

Hebeequipment für eine sichere Offshore-Installation

Aufgrund des hohen Gewichts und der komplexen Einsatzbedingungen müssen unsere Anschlag- sowie Lastaufnahmemittel ihre Stabilität in einem Überlasttest beweisen, die Zertifikate großer externer Prüfgesellschaften bestätigen die geforderte Qualität. Der Evers Service führt diese Lastprüfungen mithilfe eines 60-t-, 600-t- sowie 1.500-t-Prüfstands durch. Unsere Anwendungsexperten unterstützen Sie anschließend gerne bei dem Transport Ihrer Anlagenkomponenten für den Offshore-Einsatz und sorgen für die notwendige Arbeitssicherheit während der Transportvorgänge. Ob Gondeln mit einem Gewicht von 400 t, 70 m lange Rotorblätter oder andere schwere Bauteile Ihrer Windkraftanlage – wir konstruieren die passende Lastaufnahmeeinrichtung für die Montage auf der Hubplattform und begleiten die Hebevorgänge vor Ort. Wie viele unserer Lösungen ist auch diese keine Schubladenlösung. Sprechen Sie uns in Ihrem individuellen Anwendungsfall an – wir beraten Sie gerne.

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