Ergonomie am Arbeitsplatz

Was bedeutet Ergonomie? - Im Allgemeinen, vor allem aber für Ihr Unternehmen? Informieren Sie sich hier über rechtliche Vorschriften, Arbeitsbedingungen und Handlungsempfehlungen. Wir begleiten Sie gerne auf dem Weg zu einem ergonomischen Betrieb mit gesunden Mitarbeitern.

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Paul Fleischer | Evers GmbH
Paul Fleischer
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Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

Arbeitsorganisationen und Maßnahmengestaltung richten sich häufig nach wirtschaftlichen Zielen. Wie kommen Ihre Mitarbeiter mit diesen Vorgaben zurecht? Sind diese überlastet und bemerken Sie in Ihrem Unternehmen bereits Arbeitsausfälle und die limitierte Einsatzfähigkeit einiger Mitarbeiter? Ergonomie ist immer eine Frage der individuellen Gegebenheiten und mögliche Verbesserungsstrategien richten sich nach vielen verschiedenen Faktoren, die auf andere Betriebe nur bedingt übertragbar sind.

Stimmen Sie Ihren Arbeitsplatz mit dem Evers-Team individuell auf Ihre Anforderungen ab und profitieren Sie von unseren Produktlösungen sowie einer umfassenden Analyse und Beratung. Wir beziehen uns bei der Bewertung Ihres Arbeitsplatzes vor allem auf das Heben, Halten, Tragen, Ziehen und Schieben von Lasten sowie auf, sich oft wiederholende, Kraftaufwendungen und Körperhaltungen. Wir beraten Sie dabei in folgenden Handlungsfeldern:

  • Unterstützung bei der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen zum Bewerten von Belastungen Ihrer Arbeitnehmer
  • Ableitung von arbeitsplatzbezogenen und prozessualen Verbesserungsmaßnahmen zur Förderung der Ergonomie
  • Gesundheitsgerechte Gestaltung Ihrer Arbeitsbedingungen

Definition: Was bedeutet Ergonomie?

Der Begriff der Ergonomie kam bereits 1857 auf und setzt sich aus den altgriechischen Wörtern „ergon“ für „Arbeit“ und „nomos“ für „Gesetz“ zusammen. Diese Gesetzmäßigkeit der Arbeit beschreibt eine optimale wechselseitige Anpassung zwischen der Arbeitskraft und seinen Arbeitsbedingungen. Dazu gehören Arbeitsmittel, die Arbeitsumgebung, der Arbeitsplatz, die Arbeitsorganisation und Arbeitsinhalte. Jeder von uns kommt täglich mit der Ergonomie in Kontakt – ob bewusst oder unbewusst: Ungesunde Sitzpositionen im Büro, schwere Hebevorgänge im Lager oder gezwungene Körperhaltungen in der Produktion und Montage haben negative Auswirkungen auf das Muskel-Skelett-System. Viele Personen sind sich der eigenen physischen Belastung so lange nicht bewusst, bis gesundheitliche Folgewirkungen auftreten. Diese fallen je nach Belastungsart unterschiedlich aus, haben aber alle die gleichen negativen Konsequenzen für Arbeitnehmer sowie -geber. Folgeerkrankungen können bspw. degenerative Veränderungen der Knochen, Bänder und Sehnen sein. Diese sind laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die häufigste Ursache für langfristige Arbeitsunfähigkeit, schwere Behinderungen, eingeschränkte Einsatzfähigkeit und vorzeitige Erwerbsunfähigkeit.

 

Belastungsarten, konkrete Belastungsbeispiele und mögliche Handlungsmaßnahmen
Art der Belastung Belastungsbeschreibung | BeispieleBeispielhafte Handlungsmaßnahmen
Heben, Halten, Tragen 

Größtenteils vertikale Kräfte: Auspacken und Beladen von LKWs; Aufnahme und Ablage auf Förderbänder; Heranholen von Arbeitsmaterialien; Transport von Lasten usw.

Gewichtsreduzierungen, Hebehilfen und pneumatischen Hubtische einsetzen; ausreichende Pausenzeiten einrichten; Automatisierungslücken vermeiden; tätigkeitsbezogenes Wissen vermitteln und Mitarbeiter schulen usw.

Ziehen, Schieben, Stoßen

Größtenteils horizontale Kräfte und Aktionskräfte: Beschleunigen, Abbremsen und Umlenken von manuellen Fördermitteln; Ziehen von Lasten wie bspw. BigBags 

Mechanische Flurförderzeuge und andere Förderhilfen einsetzen; stabile Bodenverhältnisse sicherstellen; zu hohes Arbeitstempo vermeiden; Ergonomie-Wissen vermitteln und Mitarbeiter individuell weiterbilden usw.

Repetetive Arbeiten mit wenig KraftaufwandGrößtenteils händische Aktivitäten, statische Haltungen sowie Fügekräfte: Feine Montagearbeiten an Maschinen; Drehen von Schraubenschlüsseln; Schleifen, Fräsen, Löten, Bohren und Sortieren; Verpacken; Befüllung von Behältnissen usw.

Stützen, Stühle und Auflagen einsetzen; notwendige Bedienelemente und Arbeitsmittel günstig anordnen, Starrhaltungen und Zwangstaktungen vermeiden; tätigkeitsbezogenes Know-how vermitteln und Mitarbeiter individuell beraten usw.

Repetitive Arbeiten mit hohem Kraftaufwand Größtenteils hohe Aktionskräfte: Hebevorgänge mit Hebezeugen, Ladungssicherung; Zurren, Kuppeln, Montage und Demontage von großen Bauteilen; Umgang mit schweren Werkzeugen usw.

Anschlagpunkte einsetzen; speziell ausgelegte Arbeitsmittel benutzen; be- und entlastende Arbeitsschritte ausgleichen; tätigkeitsbezogenes Wissen vermitteln und Mitarbeiter individuell beraten usw.

Arbeiten in der Höhe (Steigen, Klettern, Hängen) Größtenteils hohe Ganzkörperbelastungen: Fassadenarbeiten und Gerüstbau; Arbeiten auf unebenen und steilem Gelände; Arbeiten an Kränen, Windkraftanlagen, Schornsteinen usw.

Sicherungsmittel einsetzen; tätigkeitsbezogenes Wissen vermitteln und körperliches Training fördern; Gewichte von mitzuführendem Werkzeug minimieren usw.

Zwangshaltungen (Stehen, Sitzen, Bückhaltung, Hocken, Knien)Statische Körperhaltungen über längere Zeit: Schwer erreichbare Stellen an Bauteilen; Arbeiten in Kanälen oder Räumen mit geringer Höhe; Bergbau; Büroarbeiten usw.

Arbeitsplätze individuell anpassen; wechselnde Köperhaltungen gewährleisten; Bewegung fördern; Arbeitsmittel für veränderte Kraftübertragung anpassen usw.

Ergonomie in verschiedenen Arbeitsbereichen

Im Lager und bei Kommissionierarbeiten kommt es überwiegend zu Bewegungsformen wie Heben, Halten, Tragen, Ziehen, Schieben und Stoßen sowie Zwangshaltungen wie langem Stehen. Neben den allgemeinen Arbeitsbedingungen spielen hier diverse bewegungsspezifische Faktoren wie z. B. das Lastgewicht, die Dauer und Anzahl der Wiederholung des Vorgangs und die Körperhaltung eine wichtige Rolle. Wir richten unser Augenmerk auf den Status Quo Ihrer individuellen Arbeitsorganisation und leiten daraus Handlungsempfehlungen ab. Diese beinhalten ggf. Veränderungsmaßnahmen in allen genannten Bereichen der Arbeitsbedingungen: Ob eine Verbesserung der Arbeitssituation bspw. durch ergonomische Arbeitsplatzmatten, pneumatische Hubtische, andere ergonomische Produktlösungen oder die Umstellung Ihrer Prozessabläufe und Arbeitsinhalte. Oft zwingen enge Raumverhältnisse und Platzmangel die Mitarbeiter bei Montagearbeiten in ungesunde Körperhaltungen. Zusätzlich wirken vertikale Kräfte durch schwere Lasten oder schweres Werkzeug. Hier schaffen spezielle Arbeitsmittel und die Umstellung der Prozessabläufe Abhilfe. Hohe, dynamische Ganzkörperbelastungen wirken bei der Arbeit in der Höhe auf Ihre Mitarbeiter. Ergonomie bedeutet hier vor allem die garantierte Sicherung vor Absturz. Sprechen Sie uns hierzu an – wir stellen uns auf Ihre Anforderungen ein und versorgen Sie mit einer ganzheitlichen Beratung.

Vorschriften, Normen und Richtlinien zur Ergonomie am Arbeitsplatz

Die Arbeitsbedingungen Ihrer Mitarbeiter in einer Weise zu gestalten, dass diesen schmerzhafte und irreparable Muskel-Skelett-Erkrankungen nicht zum Verhängnis werden, ist mehr als nur eine Empfehlung. Zahlreiche rechtliche Rahmenbedingungen setzen klare Regeln für die betriebliche Arbeit fest und stellen industrielle Betriebe zunehmend vor die Herausforderung, Organisationsstrukturen und Prozesse ganzheitlich umzustellen – hier die wichtigsten auf einen Blick:

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