Ladungssicherung

Ladungssicherung

Die richtige Ladungssicherung schützt vor Sach- und Personenschäden - schnell, einfach und zuverlässig. Um jegliche Schäden zu vermeiden darf die Ladung selbst bei Vollbremsungen oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen. Dies ist unter anderem in der STVO, VDI2700, HGB und STGB geregelt.

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Patrick Luckas | Evers GmbH
Patrick Luckas
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Produktlösungen

Ladungssicherung im Lang-, Groß- und Schwertransport

Dass sich die Ladung bei Schwertransporten durch das eigene Gewicht auf dem LKW selber sichert, ist wohl einer der größten Trugschlüsse von Transportunternehmen und Speditionen. Wichtige Messgrößen, wie die Statische Bestimmtheit, Überbestimmtheit und Unterbestimmtheit werden in vielen Anwendungsfällen außer Acht gelassen. Schlecht gesichertes Transportgut hat jährlich zahlreiche Verstöße gegen die gültigen Rechtsvorschriften und Schäden in Milliardenhöhe zur Folge. Das gilt es zuverlässig zu vermeiden – informieren Sie sich hier zur ordnungsgemäßen Sicherung Ihres Spezialtransports.

Zur Lösung

Transportschutz auf der letzten Meile

Der boomende Online-Handel macht jeden Haushalt zu einem potenziellen Warenempfänger. Kurier-, Express- und Postdienstleister stehen damit zunehmenden Herausforderungen gegenüber: Mehr Pakete auf der Ladefläche, weniger Zeit für die Auslieferung und eine höhere Entnahmefrequenz aus dem beladenen Fahrzeug. Wir nehmen Ihnen die normgerechte Sicherung Ihrer Pakete zuverlässig ab und stellen den Schutz der zu transportierenden Güter, der Zusteller und anderer Verkehrsteilnehmer sicher. 

Zur Lösung

Fach-Akademie

Service

Unterstützung bei der Durchführung Ihrer Belastungs- und Gefährdungsbeurteilung

Gemäß Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) ist der Arbeitgeber verpflichtet, vor der Auswahl aller Arbeitsmittel und für die Tätigkeit geeigneter Mitarbeiter eine Gefährdungsbeurteilung zum Erkennen und Beseitigen/Minimieren entstehender Gefahren durchzuführen. Die Gefährdungsbeurteilung ist die wesentliche Grundlage für das Erkennen von Risiken bei Tätigkeiten, treffen von geeigneten Schutzmaßnahmen, sowie Auswahl der geeigneten Mitarbeiter und Arbeitsmittel. Ziel ist, Gefährdungen für Mitarbeiter und Material möglichst vollständig auszuschließen. Gerne unterstützen wir Sie dabei.

Zur Serviceleistung

Prüfung und Dokumentation Ihrer Arbeitsmittel

Wo das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung zur Arbeitssicherheit vorschreibt, verpflichten die technischen Regeln für die Betriebssicherheit (TRBS), die Berufsgenossenschaftlichen Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (DGUV) und die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) Arbeitgeber dazu, alle Arbeitsmittel regelmäßig zu prüfen und diese Vorgänge zu dokumentieren. Wir versorgen Sie mit den relevanten Informationen und unterstützen Sie bei der Prüfung und Dokumentation Ihrer Arbeitsmittel.

 

Zur Serviceleistung

Ladungssicherung

Allgemeine Informationen, Rechtsgrundlagen und Formeln

Die persönliche Sicherheit und der eigene Schutz sollten bei der Ladungssicherung Ihrer industriellen Transportgüter immer an oberster Stelle stehen! Hinzu kommt, dass eine fehlerhafte Sicherung Ihres Frachtguts zu kostspieligen Transportschäden und damit zu unnötigen Kosten führt. Wir unterstützen Sie gerne und erreichen eine form- und kraftschlüssige Sicherung Ihrer Ladung.

Wir beraten Sie bei der Auswahl des richtigen Ladungssicherungsmittels

Beim regelmäßigen Sichern Ihrer Ladungen müssen Fachbegriffe wie Formschluss und Kraftschluss, Zentripetal- und Zentrifugalkraft oder Gleitreibwert und Sicherungskraft bekannt sein. Wir wollen Sie befähigen, das normgerechte Ladungssicherungsmittel für Ihr Ladegut und Transportmittel zu finden: Ob Zurrgurte, Ladungssicherungsnetze, Zurrketten oder andere Arbeitsmittel – bei uns wählen Sie aus einer Bandbreite an Produktlösungen für Ihren individuellen Transportvorgang. Vertiefen Sie Ihr Wissen in einem unserer Seminare zur regelkonformen Ladungssicherung – wir garantieren Ihnen höchste Lerneffizienz durch kleine Teilnehmergruppen und praxisrelevante Inhalte.

Transportmittel und Transportwege

Die Ladungssicherung beginnt schon bei der Auswahl des Transportmittels und der Festlegung der entsprechenden Transportwege: Berücksichtigen Sie die Belastbarkeit von Ladeflächen, Rungen und Bordwänden sowie die Lastverteilung beim Transport per Schiff, Bahn oder LKW.

Beim Transport wirken physikalische Kräfte wie Trägheit, Gravitation, Zentripetalkraft und Zentrifugalkraft auf Ihre Ladung: Beschleunigt der LKW, rutschen Ladungen nach hinten, mit dem ruckartigen Bremsen verschiebt sich die Ladung in Fahrtrichtung. Durch kurvige Fahrten und unebene Fahrbahnen fallen Transportgüter um oder sind ungewünschten Schwingungen ausgesetzt. Schwerer Seegang im Schiffsverkehr und das Rangieren von Zügen über einen Ablaufberg führen ohne eine ordnungsgerechte Ladungssicherung dazu, dass Ihre Ladung verrutscht.  Wirken Sie mit Sicherungskräften entgegen, indem Sie die folgenden zwei Sicherungsmethoden anwenden.

Formschlüssige und kraftschlüssige Ladungssicherung

Bei der formschlüssigen Ladungssicherung wird das Ladegut durch Schräg- oder Diagonalzurren in Position gehalten. Beachten Sie dabei die Zurrwinkel α und β. Der Öffnungswinkel α liegt im Optimalfall zwischen 0° und 60° und der Neigungswinkel β in Längsrichtung zwischen 20° und 45°.

Die Zurmittel, wie z. B. Zurrgurt, werden dafür ohne eine große Krafteinleitung gleichmäßig angespannt. Dafür müssen die Zurrpunkte am LKW und der Ladung für die Aufnahme der auftretenden Kräfte ausgelegt sein. Als formschlüssige Ladungssicherung bezeichnen wir auch das Abstützen der Ladung gegen die Stirn- und Bordwände oder gegen die Rungen des Transportmittels.

Um ein Ladegut gegen Verrutschen und Herabfallen zu sichern, werden beim Niederzurren (kraftschlüssige Sicherungsmethode) Zurrgurte zur Aufbringung der Vorspannkraft eingesetzt. Die Anzahl der einzusetzenden Zurrgurte ermitteln Sie in Abhängigkeit von der notwendigen Vorspannkraft. Zusätzlich ist die Reibung beim Niederzurren, wie auch beim Diagonalzurren, von großer Bedeutung. Der Gleitreibwert ergibt sich aus der Materialpaarung von Ladung zur Ladefläche, während die Vorspannkraft durch die Spannmittel, wie z. B. Spanngurte, auf das Ladegut aufgebracht wird.

In Deutschland existieren zwei Richtlinien, die Sie bei der Berechnung der Ladungssicherung als anerkannte Regeln für die zu verwendende Technik beachten müssen: Verwenden Sie die DIN EN 12195-1 (Fassung Juni 2011) für die Berechnung von Zurrkräften und die VDI 2700 (Fassung Juli 2014) für die Berechnung von Sicherungskräften. Unsere Ladungssicherungsmittel tragen diversen Anforderungen verschiedener Branchen Rechnung: Ob beim Transportschutz auf der letzten Meile, dem Sichern von Absetzkippern oder der Ladungssicherung im Schwertransport.

Ermitteln Sie Ihre Gleitreibwerte nach VDI 2700, Ihr maximal zulässiges Ladungsgewicht (t) und die erforderliche Anzahl an RUD-Zurrmitteln

Die folgende Tabelle gibt Ihnen Aufschluss über die empfohlenen Gleitreibbeiwerte (µ) für unterschiedliche Ladeflächeneigenschaften Ihres Transportmittels, gepaart mit Ihrem Ladungsträger oder Ladegut. Die Werte gelten ausschließlich für trockene und saubere Reibpartner. Stellen Sie andernfalls abweichende Reibungskräfte fest:

Gleitreibbeiwerte µ nach VDI 2700 Blatt 2:2014

LadeflächeLadungsträger/LadegutEmpfohlene Gleitreibbeiwerte µ
Sperrholz, melaminharzbeschichtet, glatte OberflächeEuropaletten (Holz)0,20

Sperrholz, melaminharzbeschichtet, glatte Oberfläche

Gitterboxpaletten (Stahl)0,25

Sperrholz, melaminharzbeschichtet, glatte Oberfläche

Kunstoffpaletten (PP)0,20

Sperrholz, melaminharzbeschichtet, Siebstruktur

Europaletten (Holz)0,20

Sperrholz, melaminharzbeschichtet, Siebstruktur

Gitterboxpaletten (Stahl)

0,25

Sperrholz, melaminharzbeschichtet, Siebstruktur

Kunstoffpaletten (PP)

0,25

Aluminiumträger in der Ladefläche - LochschienenEuropaletten (Holz)

0,25

Aluminiumträger in der Ladefläche - Lochschienen

Gitterboxpaletten (Stahl)0,35

Aluminiumträger in der Ladefläche - Lochschienen

Kunstoffpaletten (PP)0,25

Unsere RUD-Zurrketten besitzen unterschiedliche Zurrkräfte LC (daN). ICE-Zurrketten erreichen bis zu 60 % mehr Zurrkraft LC (daN)  als Zurrketten der Güteklasse 8. Die folgende Tabelle ordnet den verschiedenen Zurrkettentypen das maximale Ladungsgewicht (t) beim Diagonalzurren mit einem Horizontalwinkel (β) von 20-45°, Vertikalwinkeln (α) von 0-30° und 30-60° und Gleitriebwerten von 0,1-0,6 µ zu. Werden die notwendigen Zurrwinkel wesentlich verändert, sind zusätzliche Ladungssicherungsmaßnahmen anzuwenden. In diesem Fall kommen dann z. B. die nächsthöhere Kettendicke, Niederzurrketten, Begrenzungshölzer oder Antirutschmatten zum Einsatz. Arbeitsmaschinen können mit den Vorbaugeräten an der Tieflademulde anliegen. Ziehen Sie unter diesen Umständen die Feststellbremse an und legen Sie den Gang ein.

Diagonalzurren

Maximales Ladungsgewicht in t
(Horizontalwinkel β: 20°-45° und Verwendung von je 2 Zurrketten in und entgegen der Fahrtrichtung) 

Typ

LC Zurrkraft (daN)

α: 0-30° Vertikalwinkel
µ=0,1  µ=0,2  µ=0,3  µ=0,4  µ=0,5  µ=0,6
α: 30-60° Vertikalwinkel
µ=0,1  µ=0,2  µ=0,3  µ=0,4  µ=0,5  µ=0,6
ICE-6

3.600

6,3  8,4  10,4  13,1  17,5  26,3

4,6  6,4  9,0  12,8  19,2  32,0

GK8-8

4.000

7,0  9,3  11,6  14,5  19,4  29,2

5,1  7,1  10,0  14,2  21,3  35,6

ICE-8

6.000

10,5  14,0  17,4  21,8  29,1  43,9

7,6  10,7  15,0  21,4  32,0  53,4

GK8-10

6.300

11,0  14,7  18,3  22,9  30,6  46,0

8,0  11,2  15,7  22,4  33,6  56,0

ICE-10

10.000

17,5  23,4  29,0  36,4  48,6  73,1

12,8  17,9  25,0  35,6  53,4  89,0

GK8-13

10.000

17,5  23,4  29,0  36,4  48,6  73,1

12,8  17,9  25,0  35,6  53,4  89,0

ICE-13

16.000

28,0  37,5  46,4  58,2  77,8  117,0

20,5  28,6  40,0  57,1  85,5  142,4

GK8-16

16.000

28,0  37,5  46,4  58,2  77,8  117,0

20,5  28,6  40,0  57,1  85,5  142,4

ICE-16

25.000

43,8  58,7  72,6  91,0  121,6  182,9

32,0  44,7  62,5  89,2  133,6  222,6

ICE-VSK 16

16.000

43,8  58,7  72,6  91,0  121,6  182,9

32,0  44,7  62,5  89,2  133,6  222,6

Die erforderliche Anzahl von RUD-Zurrketten ermitteln Sie, indem Sie das Ladungsgewicht (t) mit dem Faktor aus der folgenden Tabelle multiplizieren. Bitte beachten Sie, dass beim Niederzurren mit einer 8-mm-Kette der Hebel nur mit max. 310N angezogen werden darf, um die max. zulässige Vorspannkraft von 0,5 LC (=2.000 daN) nicht zu überschreiten:

Niederzurren

Erforderliche Anzahl RUD-Zurrketten in der Umspannung
(Anzahl Zurrketten = Faktor aus der Tabelle x Ladungsgewicht in t) 

Typ

STF (daN)

α: 60-90°
µ=0,1  µ=0,2  µ=0,3  µ=0,4  µ=0,5  µ=0,6
α: 30-60°
µ=0,1  µ=0,2  µ=0,3  µ=0,4  µ=0,5  µ=0,6
ICE-6

1.500

3,6  1,6  0,9  0,6  0,4  0,2

6,2  2,7  1,5  0,9  0,6  0,3

GK8-8

3.000

2,7  1,2  0,7  0,4  0,3  0,2

4,6  2,0  1,1  0,7  0,4  0,3

ICE-8/10/13

2.800

1,9  0,9  0,5  0,3  0,2  0,1

3,3  1,5  0,8  0,5  0,3  0,2

GK8-10/13/16

3.000

1,8  0,8  0,5  0,3  0,2  0,1

3,1  1,4  0,8  0,5  0,3  0,2

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