Evers-Kettenbypass

Einstellung der Lastneigung unter Last

Evers-Kettenbypass

Anschlagmittel, wie zum Beispiel Seile, Ketten, Hebebänder, sind häufig mit einer Verkürzungseinrichtung versehen, um die effektive Nutzlänge des Anschlagmittels schnell und einfach zu verändern. Solche Verkürzungseinrichtungen haben sich zum Beispiel beim lotrechten Transport asymmetrischer Güter oder zum Ausbalancieren von Lasten, schon mehrmals bewährt. Somit kann eine vorab definierte Montageposition erreicht werden, wie es regelmäßig bei einem Kettengehänge der Fall ist. Der Evers-Kettenbypass ermöglicht dies selbst unter Last. Hierbei handelt es sich um ein Kettengehänge, dass an einem ortsfesten Anschlagpunkt, zum Beispiel einem stehenden Kranhaken unter Last, angeschlagen ist. Das Kettengehänge besitzt mindestens eine Verkürzungseinrichtung. Es wird ein Hebezeug mit zwei Kettenbypass-Adaptern eingesetzt, welches lösbar an das Anschlagmittel und parallel als „Bypass“ angeschlagen wird.

Die Funktionsweise

  1. Eine Anschlagkette, ausgestattet mit einer ersten Verkürzungseinrichtung, wird unter Last an einen ortsfesten Anschlagpunkt (z. B. Kranhaken) angeschlagen.
  2. Eine in der Tragfähigkeit vergleichbare Bypass-Kette, ausgestattet mit integriertem Handhebezeug und zwei Bypass-Adaptern, wird lösbar an die zu verkürzende erste Anschlagkette und parallel hierzu unter Last angeschlagen.
  3. Die Bypass-Kette wird durch die Betätigung des Handhebezeugs verkürzt und die Last somit bei stillstehendem Kran angehoben.
  4. Die Last wird komplett von der ersten Anschlagkette auf die Bypass-Kette verlagert. Folgend hängt die erste Anschlagkette durch die Verlagerung der Last durch.
  5. Jetzt kann die Nutzlänge der ersten Anschlagkette durch Neujustierung der Verkürzungsklaue verändert werden. Somit wird der Durchhang der Kette beseitigt.
  6. Der Kettenzug der Bypass-Kette wird wieder entlastet.
  7. Die gekürzte erste Anschlagkette übernimmt wieder die Lastaufnahme.
  8. Die Bypass-Kette kann wieder ausgehängt werden.
  9. Die Last wird mit dem Kran selbst weiter transportiert.
  10. Der Vorgang kann nun beliebig oft an anderen Anschlagmitteln wiederholt werden.

Der Kettenbypass stellt eine flexible, wirtschaftliche und für den Anwender gefahrlose Möglichkeit dar, Anschlagmittel einfach und sicher hinsichtlich der Nutzlänge zu verringern oder zu verlängern. Er ermöglicht es die Last über die gesamte Stranglänge beliebig und jederzeit neu zu Positionieren. Bei Nichtbedarf ist eine komplette Demontage kein Problem, wodurch der Evers-Kettenbypass für Montageeinsätze an wechselnden Orten und ständig veränderten Bedingungen die ideale Lösung ist.

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